Diese Studie wird im Rahmen eines Generellthemas Fest und Mythos im globalisierten Zeitalter durchgefuhrt, das darauf abzielt, den genealogischen Sinn des Festes aus dem mythologischen Ursprung herauszufinden. Dabei wird vorausgesetzt, sei es nach Au�...
Diese Studie wird im Rahmen eines Generellthemas Fest und Mythos im globalisierten Zeitalter durchgefuhrt, das darauf abzielt, den genealogischen Sinn des Festes aus dem mythologischen Ursprung herauszufinden. Dabei wird vorausgesetzt, sei es nach Außen hin wahrnehmbar oder nicht, dass mythische Faktoren als grundlegende Kulrurelemente einen bestimmen Kulturraum tief durchlaufen und sich vor allem im Ritual des Festes hervorheben. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit geht davon aus, dass der Massensport als eine Ausdrucksform der Moderne die Stellung des alten Festes ubernimmt. Demzufolge wird analysiert, wie sich traditionelle mythische, festliche Faktoren in den Bestandteilen des modemen Massensports Zuschauer, Stadium, Ritual etc. aufgehen. Ein konkretes Beispiel zeigt sich im Auto, einem Mythos des Alltags in der modernen Gesellschaft, sowie im Autorennen, eine der beliebten Sportarten in der modernen Gesellschaft am Anfang des 20. Jhs. Dabei werden Divinitat und Fetischismus des Autorennens vor allem aus dem Zeitungsroman Station am Horizont von Erich Maria Remarque herausgearbeitet. Es fuhrt darauf hin, dass man im hochst materiellen, technischen Fest, d. h. dem Autorennen, velwandelte mythische, gottliche Elemente finden kann. In modemen Sportveranstaltungen, in denen sich Nationen im Bereich der Wissenschaft, Technik, Wirtschaft etc. in verstarktem Maße messen und die von der Sakularitat sowie dem Kommerz gepragt sind, werden mythische, festliche Elemente oft kunstlich inszeniert Darin lassen sich der gottliche Ursprung des modernen Sports, der auf die altgriechischen olympischen Spiele zuruckgeht und zugleich das Abweichungsbedurfnis der Massen vom unterdruckten, bedurftigen Alltag in der modernisierten Leistungsgesellschaft herauslesen. Auf diese Weise nehmen Fetischismus und Materialitat die Stellen der alten Gotter an.